Beim Heimatabend im Grünwalder sieht der 1860-Präsident Rainer Beeck „ein schönes Stück Identität“ seines Klubs. Kein Wunder: Die Löwen fühlen sich pudelwohl in Giesing.
Manchmal kann sogar so ein Besuch in Giesing zu anstrengend sein. Dieter Hildebrandt, wahrscheinlich immer noch der beste Kabarettist Deutschlands, lag gestern jedenfalls mit starkem Fieber im Bett. Am Vorabend war der 81-Jährige mal wieder bei seinen Löwen gewesen. Er geht ja nicht mehr so oft hin, seit die Blauen erst ins Olympiastadion und später in die Allianz Arena zogen. Aber den Heimatabend im Sechzger, den musste er sich einfach anschauen. „Als ich die Einladung bekommen hab’, habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind“, sagte Hildebrandt während des mühsamen 1:0-Sieges im Testspiel der Löwen gegen Kaiserslautern der AZ, „ich musste einfach herkommen.“

Und so saß Hildebrandt also da. Und litt wegen der sportlich eher dürftigen Darbietung. Zusammen mit Hildebrandt litten auch die anderen Helden von damals. Petar Radenkovic, Fredi Heiß, Peter Grosser, Zeljko Perusic, die Meisterlöwen, waren auch Hildebrandts Helden gewesen. Damals, als die Stadt noch blau war, als die Roten gerade erst in die Bundesliga aufgestiegen waren, als die Löwen im Europacup spielten und drauf und dran waren, ein europäischer Spitzenklub zu werden.

