Röslers Schubser

21.12.09

Wenn es schlecht läuft für 1860, dann hat das 1:1 bei Union Berlin noch ein Nachspiel. Ein sportjuristisches. Denn unmittelbar nach dem Schlusspfiff ist es zu Tumulten auf dem Rasen gekommen – mit dabei Sascha Rösler.

Vor der Löwen-Bank passierte das, was im Schiedsrichter-Jargon „Rudelbildung“ genannt wird. Etliche Spieler beider Teams liefen zusammen, es fielen unfreundliche Worte. Auch 1860-Sportdirektor Miki Stevic („Ich wollte nur beruhigen“) mischte auf dem Platz mit, er ging auf Union-Verteidiger Dominic Peitz zu. Als Sascha Rösler dem Berliner von hinten einen Schubs gab, fiel Peitz auf dem seifigen Untergrund um. Schiri Winkmann übersah es offenbar; im Fernsehen war der Schubser deutlich zu sehen. Ob der DFB jetzt anhand der TV-Bilder gegen Rösler ermittelt?

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Heißer Kampf bei Schnee und Eis!

21.12.09

“Wir dürfen nicht mit einem Bein schon vor dem Weihnachtsbaum stehen!”, hatte Ewald Lienen seine Löwen vor dem Spiel eindringlich ermahnt. Und diesen Vorwurf konnte man den Sechzigern am Sonntag wirklich nicht machen.

Was war das für ein turbulentes Hinrunden-Finale in der Alten Försterei gegen Union Berlin! 1:1 hieß es nach 90 höchst unterhaltsamen Minuten auf Schnee-Rasen bei zwölf Grad Minus. Charilaos Pappas konnte die Berliner Führung durch Brunnemann (11.) in der 36. Minute mit einem gefühlvollen Rechtsschuss aus zwölf Metern ins lange Eck egalisieren. Und nach dem Schlusspfiff kochten die Emotionen nochmal richtig hoch, als Sascha Rösler Berlins Dominic Peitz zu Boden schubste und Ordner und Offizielle nur mit beherztem Einsatz eine Massenrauferei verhindern konnten. Mit 22 Punkten (wie letztes Jahr) verabschieden sich die Löwen also in die Weihnachtspause, acht Zähler beträgt der Rückstand auf Platz drei. Träumen unterm Christbaum darf angesichts der erneut ansprechenden Leistung erlaubt sein.

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Pappas trifft und Kiraly rettet in der Nachspielzeit

21.12.09

In der Nachspielzeit rettete Löwen-Keeper Gabor Kiraly gegen Union Berlin mit einer Glanztat den Punkt. Björn Brunnemann hatte die „Eisernen” bei schwierigen äußeren Bedingungen in Führung gebracht, Charilaos Pappas glich mit einem sehenswerten Treffer in der 36. Minute zum 1:1-Endstand aus. Noch nach Schlusspfiff gab es hitzige Debatten und Rudelbildung wegen der letzten Szene des Spiels auf dem Platz.

Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Ewald Lienen auf Daniel Bierofka (Reha nach Bandscheiben-OP), Sandro Kaiser (Knieprobleme), Florin Lovin (Kreuzbandriss), Kushtrim Lushtaku (Bänderriss) und Kenny Cooper (Innenbandanriss) verzichten, José Holebas fehlte wegen seiner Gelb-Rot-Sperre aus dem letzten Spiel.

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Löwen: “Münchens große Liebe”

16.12.09

Ab sofort sind die Löwen auch auf dem offiziellen Portal für die Landeshauptstadt München präsent: muenchen.de wird “offizieller Online-Partner” des TSV 1860. muenchen.de ist ein Service der Landeshauptstadt München und der Stadtwerke München GmbH.

Mit der Portal München Betriebs-GmbH & Co. KG als Vertragspartner hat der TSV 1860 eine Partnerschaft vereinbart, die eine Laufzeit bis einschließlich der Saison 2010/2011 vorsieht.

Auf der Website von muenchen.de wird es zukünftig ausführliche Berichterstattungen und Services rund um die Münchner Löwen sowie spezielle Präsentationsmöglichkeiten für die Business Seat-Partner des TSV 1860 im Stadtbranchenbuch von muenchen.de geben.

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Stoffers, der Kultivator

16.12.09

Der 1860-Geschäftsführer arbeitet daran, den Löwen wieder ein eigenständiges Profil zu geben: „Wir wollen raus aus der Scheinwelt mit Glanz und Glamour, zurück zu den Wurzeln des Vereins.“

 Lange Wege mag Manfred Stoffers nicht. So ist es kein Wunder, dass der Löwen-Geschäftsführer nach sieben Jahren seine Wahlheimat Freilassing verlassen hat. Er lebt nun in einer kleinen Wohnung in Sendling. „Aber Gäste kann ich noch nicht einladen“, sagt der 1860-Geschäftsführer zur AZ. „Da stehen noch Umzugskisten, aber die wichtigsten Dinge wie Kaffeemaschine und Mikrowelle funktionieren schon.“

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Arena-Klage: So will 1860 die Bayern besiegen!

16.12.09

Brot und Spiele! Der FC Bayern hat den TSV 1860 wegen der Zahlungen fürs Catering in der Allianz Arena verklagt. So wollen die Löwen nun vor Gericht gewinnen.

Denn bei der Akteneinsicht gab der Richter den Fall von der Handelskammer an die kartellrechtliche Kammer ab. Womit der Prozess (Aktenzeichen I HKO 17908/09), der am 3. Februar beginnen soll, unter völlig neuen Gesichtspunkten steht. Ein Sprecher des Landgerichts: „Wenn einer seine marktbeherrschende Stellung ausnutzt, dann ist das für das Gericht eine kartellrechtliche Frage. Da sind wir beim Begriff Monopol.“

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Lienens Lernprozess bei den Löwen

15.12.09

Der Trainer war intern umstritten. Hier erklärt Stoffers, was den Coach gerettet hat

Natürlich ist Ewald Lienen ein bisschen stolz. Aus den letzten vier Spielen hat der Trainer mit 1860 zehn Punkte geholt; die Löwen haben sich durch das jüngste 1:0 gegen Augsburg in der 2. Liga auf Rang neun vorgearbeitet. „Natürlich freue ich mich“, sagt Lienen zur AZ: „Das ist eine kleine Genugtuung. Das ist kein Zufall, sondern das Produkt harter Arbeit.“

Glücklich ist er noch nicht. „Punktemäßig ist die Saison aber immer noch unbefriedigend (21 von 48 möglichen Punkten, d. Red.), wir haben bislang nur das Überlebenswichtigste getan.“

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Lienens Weihnachtswunsch

15.12.09

Weihnachten steht vor der Tür. Was sich 1860-Trainer Ewald Lienen in diesem Jahr wünscht? Interesse an Mohamed Dahmane vom FC Brügge

Am Montagnachmittag hat Ewald Lienen mal wieder im Löwen-Stüberl vorbei geschaut – bei der Weihnachtsfeier der Traditionslöwen um Ex-Aufsichtsratboss Sepp Hilz. Einer meinte zu Lienen: „Schenk uns noch drei Punkte gegen Berlin, dann sind wir einigermaßen zufrieden.“ Lienen, im Arm von Wirtin Christl Estermann, lachte.

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