Trainer Lienen: „Spielen, als ob es um alles geht!“

26.02.10

Bereits zum dritten Mal in dieser Saison treffen die Löwen am Freitag, 26. Februar, 18 Uhr, diesmal in der Energieteam Arena, auf den SC Paderborn. In der ersten DFB-Pokalrunde gab’s bei den Ostwestfalen einen 1:0-Erfolg (Tor Radhouène Felhi), in der Allianz Arena trennten sich beide Teams 0:0.

Dieses Spiel, so erinnert sich 1860-Cheftrainer Ewald Lienen, fand direkt nach der Zweitrunden-Partie im DFB-Pokal statt. Die Löwen hatten die Verlängerung und das Elfmeterschießen gegen Hertha BSC Berlin noch in den Knochen. „Da war bei einigen der Akku leer. Das Spiel war eher ein ‚Nichtangriffspakt’”, sagt er rückblickend. Deshalb will er es auch nicht als Maßstab nehmen.

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Die Löwen nach Paderborn: Ohne Mate aber mit dem Zug

26.02.10
Die Bahn kam – und die Löwen fuhren mit. Der TSV 1860 reiste zum Auswärtsspiel nach Paderborn (Freitag, 18 Uhr, Liveticker bei abendzeitung.de) erstmals mit dem Zug – mit dem ICE 758. Erster Klasse.
  
 „Die Bahn ist das zuverlässigste Transportmittel in Deutschland. Und es ist besser als acht Stunden mit dem Bus quer durch Deutschland zu fahren”, sagte Trainer Ewald Lienen unmittelbar vor der Abfahrt. Zahlreiche Pressevertreter waren zum Münchner Hauptbahnhof gekommen. Die Reise nach Paderborn machte Mate Ghvinianidize übrigens nicht mit: Der Georgier brach am Donnerstag seinen Härtetest ab – die Achillessehne macht weiter Probleme.
   
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Hoeneß? „Kein guter Stil“

26.02.10

1860-Idol Radenkovic verärgert über die Attacke des Bayern-Präsidenten. Löwen-Boss Beeck will Bayerns Macher jedoch tatsächlich dirigieren lassen – irgendwann

Klar, die Häme ist angekommen beim TSV 1860. Anlässlich des 110. Jubiläum des Rekordmeisters hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß im „Bayern-Magazin“ gesagt: „Wenn uns der TSV 1860 aus welchen Gründen auch immer, bitten sollte, aus dem jetzigen Vertrag auszusteigen, dann werde ich die Kapelle, die die Sechziger aus Stadion begleitet, persönlich mit dem Defiliermarsch anführen.“ Dennoch kann der Löwen-Boss darüber schmunzeln. Während sich Geschäftsführer Manfred Stoffers auf AZ-Anfrage nicht äußern wollte, sagte Präsident Rainer Beeck: „Vielleicht nehmen wir Hoeneß’ Angebot zu gegebener Zeit in Anspruch, aber nicht jetzt. Wir haben ein schwebendes Verfahren (am. 24.März kommt’s zum Catering-Prozess, d. Red.). Hoeneß kann’s nur um den Prozess gehen. Wir lassen uns aber nicht locken.“

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Hoeneß? “Das ist eine Sauerei!”

26.02.10

Bayerns Präsident will den Löwen – falls die aus der Arena aussteigen wollen – den Defiliermarsch blasen. Die Reaktionen der 1860-Fans.

Die provokanten Worte von Bayern-Präsident Uli Hoeneß in Richtung 1860 – sie haben beim Löwen-Anhang unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Der 58-Jährige wetterte im neuesten “Bayern-Magazin”: “Wenn uns der TSV 1860 aus welchen Gründen auch immer, bitten sollte, aus dem jetzigen Vertrag auszusteigen, dann werde ich die Kapelle, die die Sechziger begleitet, persönlich mit dem Defiliermarsch anführen.” Die Meinungen der Löwen-Fans – lesen Sie hier:

Christl Estermann (Wirtin Löwen-Stüberl): “Was Hoeneß von sich gibt, ist nicht nur frech, sondern eine Sauerei. Das grenzt an Beleidigung. Bei uns verkehren am Trainingsgelände auch Bayern-Fans – aber die sind völlig anderer Meinung als Hoeneß. Aber wenn Hoeneß kommt, dann blasen wir eben zurück.”

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Rückkehr ins Sechz’ger-Stadion: Ende März alles klar?

26.02.10

Mit Blasmusik die Löwen für immer aus der Allianz Arena rausbegleiten – das ist der große Wunsch von Uli Hoeneß. In gut vier Wochen kann der Bayern-Präsident möglicherweise schon die Kapelle buchen.

Denn Ende März wird die Stadion-Projekt-Gruppe (mit Vizepräsident Franz Maget) beim Sportausschuss des Stadtrats (rund 30 Personen) vorstellig werden, um sich das Okay für einen Umbau des Stadions an der Grünwalder Straße abzuholen.

Die Chancen, dass die Stadt, die sich lange gegen dieses Vorhaben gesträubt hat, jetzt doch zustimmt, sollen gut stehen, heißt es. Dass Bürgermeister Hep Monatzeder inzwischen wieder dem Aufsichtsrat des TSV 1860 angehört, wird als positives Zeichen gewertet.

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Lienen: „Das hätte es früher nicht gegeben!“

25.02.10

Im Fall des suspendierten Schäffler (21) sieht der 1860-Trainer auch ein gesellschaftliches Problem. „Ich vermisse Dankbarkeit und Bescheidenheit“, sagt er. Und: „Das liegt an der Erziehung.“

Es war zumindest eine kleine Annäherung: Als sich Manuel Schäffler, der suspendierte Löwen-Profi, und Cheftrainer Ewald Lienen während des Trainingsbetriebes der U23 und der Profis zufällig vorm Löwenstüberl begegneten, haben sie sich kurz begrüßt. Ein ausführliches Gespräch wird folgen. Schäffler (21) wird nach seiner Suspendierung wegen vermeintlicher Lustlosigkeit (AZ berichtete) bei Lienen und dann bei Sportdirektor Miki Stevic zum Rapport antreten müssen.

Der Stürmer soll sich beim 3:2 gegen Aachen nicht vorschriftsmäßig aufgewärmt und vor seiner Einwechslung unmotiviert gewirkt haben. Seit Montag trainiert Schäffler nun bei den Amateuren, eine Strafversetzung für die nächsten zwei Wochen.

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Hoeneß bläst 1860 den Marsch

25.02.10

Pünktlich zum 110. Klub-Jubiläum: Bayerns Boss träumt davon, den ungeliebten Mieter aus der Allianz Arena hinaus zu befördern.

110 Jahre alt wird der FC Bayern an diesem Samstag, sogar 150 Jahre alt wird in diesem Jahr der Lokalrivale TSV 1860. Und selten in der Historie der beiden Vereine waren sich Rot und Blau weniger grün als derzeit. Uli Hoeneß jedenfalls, der frühere Manager und jetzige Präsident des deutschen Rekordmeisters, hätte – pünktlich zum Jubiläum – am liebsten gar nichts mehr mit den zweitklassigen Löwen zu tun. Er hätte sie gerne los, auch als Nutzer der Allianz Arena.

„Wenn uns der TSV 1860, aus welchen Gründen auch immer, bitten sollte, aus dem jetzigen Vertrag auszusteigen“, sagt Hoeneß im aktuellen „Bayern-Magazin“, „dann werde ich die Kapelle, die die Sechziger aus dem Stadion begleitet, persönlich mit dem Defiliermarsch anführen.“

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„Da bin ich mehr als altmodisch“

25.02.10

Trainer Lienen ist in Sachen Respekt und Werte ein altmodischer Mensch und hält auch gerne Vorträge darüber. Auch wenn es eigentlich um die Strafe gegen Schäffler geht.

Irgendwann ließ Ewald Lienen sogar Fury vorbeigaloppieren. Nachdem er über jugendliche S-Bahn-Schläger und moderne Soap-Darsteller beim Medium Fernsehen gelandet war, das der 1860-Coach als Wurzel von so viel Schlechtem auf der Welt ansieht. Es ist generell nicht besonders schwer, den westfälischen Moralapostel in eine Wertedebatte zu verwickeln. Bemerkenswert war am Mittwoch nur, dass der Auslöser für Lienens weit gespannten Bogen die Verbannung von Manuel Schäffler war, nachdem sich der junge Einwechselstürmer gegen Aachen zu langsam den Trainingsanzug ausgezogen hatte.

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