Torwart Gabor Kiraly ist in der Nervenschlacht gegen Hertha der Löwe des Abends. Lienen feiert ihn: „Er war überragend, mit seiner Präsenz hat er den Gegner erschreckt.“ Und mit seinen sagenhaft coolen Mätzchen auch.
Sebastian Färber (21) hat zwar nicht die beste Sicht, aber ein gutes Gespür. Färber ist der Mann, der bei 1860-Heimspielen im riesigen Kostüm des Löwen-Maskottchens steckt und hüpfend für Stimmung in der Kurve sorgt. Nachdem das Nervenspiel, dieser grandiose Pokalerfolg gegen Hertha nach dem Elfmeterschießen endlich ausgestanden war und die Fans tobten vor Freude, da lief das Maskottchen (also Färber) sofort zum Mann des Abends und schlug seine Tatzen um ihn. Als das riesige Plüschtier an seinem Hals lag, da lächelte Gabor Kiraly, der Torhüter, endlich.

Zuvor war der Keeper sagenhaft cool gewesen. Hatte gelassen Bälle abgewehrt wie lästige Fliegen. Hatte Flanken gepflückt wie Äpfel. Hatte ungestüme Mit- und Gegenspieler wie Felhi und Raffael gebändigt. Und dann, als es ins Elfmeterschießen ging, gleich den ersten Strafstoß von Kacar abgewehrt. Da war Hertha schon entnervt – von Kiraly, dem Löwen des Tages.
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