Löwen-Trainer Uwe Wolf will sich an der Seitenlinie zurücknehmen – er ahnt, dass ihm das schwer fallen wird
Es sind immer wieder wundersame Veränderungen, die in Uwe Wolf vorgehen. Jedesmal, wenn ein Punktspiel näher rückt, durchfluten Ströme von Adrenalin seinen Körper und lassen ihn selbst hartnäckige Leiden vergessen.
Seit Jahren plagt sich der Trainer des TSV 1860 mit einer Hüftdisplasie herum, die ihm zwar Joggen erlaubt, aber kein ernsthaftes Balltraining. Doch unter dem Eindruck des Ligabetriebs verflüchtigen sich die Beschwerden regelmäßig: „Am Spieltag spüre ich nichts.“
Neutrale Beobachter hatten dagegen zuletzt eher den Eindruck, dass seine Verfassung am Spielfeldrand nicht sehr gesund sein kann. Rumpelstilzchen wirkt schüchtern im Vergleich zu Wolf, der von 90 Minuten in der Regel keine einzige auf der Bank verbringt. Das lebhafte Naturell des Pfälzers spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Grenzsituation des Chefs auf Probe. Wolf ist fest davon überzeugt, der Trainer zu sein, „der in der Liga den meisten Druck hat“. In den vier Wochen, seit er die erste Mannschaft betreut, habe er schon fünf Kilo abgenommen.
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