Ohne Hofmann gegen Hansa

08.05.09

Wegen Rückenproblemen fehlt der Löwen-Torhüter im wichtigen Heimspiel. Sein Vertreter Tschauner wird im Tor stehen.

Übereifrig, wie Michael Hofmann bisweilen ist, hatte er die Saison bereits bis zum Ende durchgeplant. Der Plan des Löwen-Keepers sah vor, im Heimspiel gegen Rostock „den Klassenerhalt zu sichern“, die Englische Woche mit Wehen am Dienstag und Aachen am Sonntag „mitzunehmen“, um dann beim „hoffentlich bedeutungslosen“ Saisonfinale in Nürnberg dem Rivalen Tschauner generös den Platz im Löwen-Tor zu überlassen: „Philipp kommt ja aus Nürnberg, deswegen war das schon grob so abgesprochen.“

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Tschauner nur Platzhalter?

15.04.09

Löwen-Trainer Wolf hofft, dass der lädierte Keeper Hofmann bis Montag wieder fit wird

Nein, Michael Hofmann ging es nicht gut am Dienstag: Und das nicht, weil er nicht mit seinen 1860-Kollegen Anschauungs-Unterricht beim Champions-League-Klassiker zwischen Bayern und Barcelona (1:1) nehmen konnte. sondern weil er sich und sein linkes Knie daheim in Faistenhaar schonen musste. „Es ist besser“, sagte der 36-jährige Torhüter, „wenn ich als verletzter Spieler daheim bleibe.“

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Hofmann feiert Comeback im Tor – Wolf setzt Tschauner auf die Bank

27.02.09
Schon an seinen ersten Tagen als Nachfolger von Marco Kurz macht Uwe Wolf klar, dass er viel verändern will. Beim Heimspiel gegen St. Pauli stellt der Löwen-Trainer nun wieder Michael Hofmann ins Tor. Und dazu krempelt er auch noch die gesamte Abwehr um.
     
Die Löwen bereiten Uwe Wolf momentan schlaflose Nächte. Zwei Tage und Nächte überlegte sich der Löwen-Interimstrainer, wie seine Wunschelf aussehen könnte. In der Nacht auf Donnerstag entschied sich Wolf dann für eine Revolution von oben. „El Lobo“ baut fast die gesamte Löwen-Hintermannschaft um – und opfert sogar den zuletzt stets fehlerfreien Torhüter Philipp Tschauner.
  

„Auch Kahn hat sich den einen oder anderen Ball reingeboxt“

30.01.09
Bernd Meier, einst 1998 Pannenkeeper im Derby, stärkt Löwen-Torwart Tschauner den Rücken
  

AZ: Löwen-Torwart Philipp Tschauner war zuletzt die tragische Figur: Beim 1:3 gegen den HSV erwischte er seinen „schlimmsten Tag der Karriere“. Herr Meier, wie geht man als Torwart mit solchen Pannen um?

BERND MEIER (lacht): Am besten vergraben. Nein, der Philipp ist ja ein junger Torwart. Dem muss man solche Mißgeschicke zugestehen. Er muss sich da wieder rausboxen. Auch Oliver Kahn hat sich schon den ein oder anderen Ball selbst reingestolpert.

Ihnen hat Werner Lorant Ihr Missgeschick allerdings nicht verziehen. Können Sie sich noch an dieses denkwürdige Derby gegen den FC Bayern (1:3) am 11. April 1998 erinnern, als Ihnen Carsten Jancker…

…hören Sie auf. Ich sehe das ja heute noch in jedem Rückblick im DSF, als Jancker hinter meinem Rücken kommt, mir beim Abschlag den Ball klaut und dann den Ball reinschiebt. Ein bitterer Tag, es war mein letztes Spiel für 1860.

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„Diesmal war ich der Depp“

29.01.09
1860-Torwart Tschauner weiß, dass er im Pokal versagt hat. Er hat kaum geschlafen, quälte sich mit einem Horrorvideo und bekam Trost vom Rivalen.
  
Immerhin hat 1860-Torhüter Philipp Tschauner (23) ein nettes Präsent aus Hamburg mitgebracht: Das durchnässte Trikot von Ivica Olic. „Ich habe ihm gesagt: Ich habe dir das Tor geschenkt, dafür gibst du mir dein Trikot.“

Trösten konnte Tschauner das Souvenir aber auch nicht so recht: Olic, der künftige Bayern-Star, hatte alle drei Treffer beim Hamburger 3:1-Triumph im Pokal-Achtelfinale erzielt, bei Tschauners „schlimmsten Tag der Karriere“ – wie er selbst sagt.

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Tschauner und die Masochisten-Masche

29.01.09

Schlaflose Nacht im Hamburger Hotel

Die Nacht war kurz für Philipp Tschauner. “Ich habe keine Minute geschlafen, das Spiel hat mir keine Ruhe gelassen”.

So berichtete der Löwen-Keeper am Mittwochmorgen im Hamburger Flughafen der tz.

Drei Gegentore. An allen beteiligt. Ein Waterloo für jeden Torwart. Tschauner nahm die Bewältigung auf seine Weise in Angriff. Mit der Masochisten-Masche. Während Zimmerkollege Julian Baumgartlinger im Nebenbett schlummerte, sah sich der Torwart auf dem Laptop den neuen Will Smith Film an; „Sieben Leben“, ein düsteres Drama um Schuld und Sühne. Als Vorspeise kredenzte er sich einen Horror-Streifen: DFB-Pokal, HSV gegen Sechzig. In der Hauptrollen: Ivica Olic – und Philipp Tschauner.

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Tschauner: “Schlechtestes Spiel für 1860″

28.01.09

Die Analyse fiel nicht schwer an diesem Abend. „Wir hätten ein perfektes, fehlerloses Spiel machen müssen, um hier zu gewinnen“, sagte Gregg Berhalter, das ist uns leider nicht gelungen.“

Der Hauptschuldige für dieses Nicht-Perfekte war schnell ausgemacht: Philipp Tschauner. „Ich war an allen drei Gegentoren beteiligt“, gab der Keeper unumwunden zu. „Beim ersten muss ich den Ball weghauen, das zweite darf aus dem Winkel nie reingehen, und beim dritten wehre ich den Flatterball nach vorne ab und hau’s mir dann fast selber rein.“ Zusammengefasst: „Das war heute mein schlechtestes Spiel seit ich bei Sechzig bin.“

Aber sicher nicht Tschauners letztes für die Löwen.

„Es gibt ü-ber-haupt keine Torwartdiskussion!“, erstickte Trainer Marco Kurz alle Diskussionen im Keim. „Philipp muss da jetzt durch, das ist ein Lernprozess für ihn. Am Sonntag gegen Freiburg wird er die richtige Antwort geben.“ Auch Konkurrent Michael Hofmann steht zu Tschauner: „Aus solchen Situationen wird man stärker.“

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Tschauner heiß auf 7. Nullnummer

11.12.08

Elf Jahre war Löwen-Keeper Philipp Tschauner (23) ein „Clubberer“, stand von 1995 bis 2006 im Kasten des 1. FC Nürnberg (Jugend, Amateure, Profis). Er bestritt für die Franken auch sein bislang einziges Bundesliga-Spiel (am 22. Oktober 2005 beim 2:3 gegen Arminia Bielefeld).

Am Sonntag spielt die Nummer 1 der Löwen erstmals gegen seine „große Liebe“, wie er seinen Ex-Verein immer noch bezeichnet. „Dem Club habe ich alles zu verdanken. Dort habe ich schließlich auch den Sprung in den Profifußball geschafft.“

Tschauner gegen den Club – ein besonderes Spiel für die ganze Familie.

„Angeführt von meinen Eltern Else und Gerhard sitzen die ganze Verwandtschaft, Freunde und Bekannte in der Arena“, verrät der in Schwabach bei Nürnberg geborene Franke, der seine Karriere beim TSV Wendelstein begann.

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