Hier kommt Lienen – hier geht Wolf

14.05.09

Ewald hat die Löwen-Rettung auf dem Zettel

„Ewald Lienen übernimmt im Sommer“, titelte BILD nach dem 3:3 der Löwen gegen Rostock. Es ging noch viel schneller!

Auf der vierstündigen Heimfahrt nach dem 0:0 bei Absteiger Wehen telefonierte Geschäftsführer Manfred Stoffers im Wechsel mit Sportdirektor Miki Stevic und mit Lienen (Spitzname: Zettel-Ewald), überredete ihn, sofort bei 1860 einzusteigen.

Mit Erfolg. „Wir haben uns in den frühen Morgenstunden geeinigt. Um halb vier Uhr fiel die Entscheidung“, verriet Stoffers.

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Abstiegsendspiele für die Löwen – Und wann fliegt Wolf?

13.05.09
Nach der Nullnummer in Wehen, dem neunten Spiel in Folge ohne Sieg scheint die kurze Ära von Trainer Uwe Wolf beendet. Steigt Ewald Lienen jetzt vorzeitig beim TSV 180 München ein – für die nun definitiven Abstiegsendspiele?
   
Eigentlich meinte es Uwe Wolf nur gut – und so stapfte der 41-Jährige nach der tristen Nullnummer in der Wiesbadener Brita-Arena in die Fankurve der Löwen-Anhaänger. Der Trainer, der seit nunmehr neun Spielen auf einen Sieg wartet. Er applaudierte den Treuesten der Treuen.

Doch die rund 300 Anhänger waren aufgebracht, angesichts der akuten Abstiegsgefahr und der lethargischen Art, die die Spieler während des Spiels an den Tag gelegt hatten, pfiffen sie den Erfolglos-Trainer gnadenlos aus. Sie schrien ihn an, machten wegwerfende Handbewegungen. Wolf stand da und versuchte sie zu beruhigen. Dann ging er wieder. „Ich wollte die Fans doch nur beruhigen“, sagte Wolf, „aber sie haben gesungen: ‚Wir haben die Schnauze voll.!’ Aber es ist ganz normal, dass die Fans aufgebracht sind.“

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Das Rettungsspiel

12.05.09

1860 setzt beim bereits abgestiegenen SV Wehen auch auf Sascha Röslers neues Selbstvertrauen. Klassenerhalt – dann soll Ewald Lienen kommen

Der Motor des Mannschaftsbusses lief schon, als Rudi Fendt, der Löwen-Chauffeur, am Trainingsgelände einen blauen Lappen aus dem Stauraum rausholte und in der Mittagssonne begann, sein Gefährt zu wienern. Hinterher blitzte der Bus.

Abfahrbereit für die Fahrt zum Rettungsspiel.

Also stellte Trainer Uwe Wolf nach der letzten Einheit vor dem nächsten Abstiegs-Endspiel in Wehen (Dienstag, 17.30 Uhr, Liveticker bei abendzeitung.de) in der Kabine die Charakterfrage: „Es brauchen nur die Spieler in den Bus einzusteigen, die überzeugt sind, dass wir das schaffen…“ Wolf blickte sekundenlang in die Runde. Und, immerhin: Niemand kniff.

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Löwen: Drei Punkte bis zum Rundumschlag

11.05.09

Wenn der Klassenerhalt geschafft ist, will Löwen-Sportchef Stevic Tacheles reden und Lienen präsentieren

Natürlich waren alle bei den Löwen gestern große Fans des SC Freiburg. Und auch am nächsten Spieltag werden sie jenen Mannschaften die Daumen drücken, mit denen sie ursprünglich mal vorhatten, um den Aufstieg in die Bundesliga zu rangeln: Mainz, das gegen Frankfurt spielt. Nürnberg, das Osnabrück empfängt. Duisburg, das es mit Oberhausen zu tun bekommt.

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Der TSV 1860 und die Nervenprobe

08.05.09

Gegen Rostock sollen die Löwen den Klassenerhalt sichern – mit Philipp Tschauner im Tor. Da ist eine starke Psyche gefragt. Die AZ erklärt, wer überhaupt verlässlich ist.

Positive Nachrichten lieferte 1860 zuletzt ohnehin wenige. Jetzt kommen noch richtig schlechte hinzu.

Torwart Michael Hofmann (36) ist am Donnerstag aus dem Kurz-Trainingslager in Miesbach vorzeitig abgereist und fällt für den Abstiegs-Krimi in der Zweiten Liga gegen Hansa Rostock (Freitag, 18 Uhr, Liveticker bei abendzeitung.de) verletzt aus. Hofmann zwickt der Rücken. Selbst intensive Behandlungen beim Münchner Spezialisten Thomas Mendelssohn haben nicht das erwünschte Therapie-Ergebnis gebracht. „Ich kann kein Risiko eingehen“; sagte Trainer Uwe Wolf am Donnerstag, „Philipp Tschauner wird im Tor stehen.“

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Der die Löwen streichelt

07.05.09

Sportchef Stevic gibt im Kurz-Trainingslager im Tegernseer Tal den Psychologen – und Coach Wolf erlaubt seiner Krisentruppe sogar Bier.

Es regnet. Der nahe Wendelstein ist durch die dichte Wolkendecke kaum zu sehen. Es ist nass, kalt, ungemütlich – und drinnen in der Vereinsgaststätte des ASV Miesbach schämt sich einer. Zumindest ein bisschen. „Ja, ich bin ein Roter“, sagt Franz Leitner, der Vereinswirt – und meint lachend: „Am liebsten bekämpfe ich die Löwen-Fans.“ Seit gestern jedoch ist das anders. Leitner ist auf Harmonie mit den Blauen aus, schließlich hat er auf dem Gelände des A-Klassisten den kriselnden Zweitligisten TSV 1860 zu Gast. Und so meint Leitner versöhnlich: „Wir wollen doch alle, dass die Blauen in der Liga bleiben.“

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Löwen gehen auf dem Zahnfleisch!

06.05.09

Ausgerechnet vorm Keller-Gipfel

Seit gestern sind die Löwen im Kurz-Trainingslager in Miesbach. Einige Spieler bräuchten statt Training allerdings eine Kur: „Manche Jungs kommen auf dem Zahnfleisch daher“, gibt Trainer Uwe Wolf (41) zu.

Ausgerechnet vorm Abstiegs-Gipfel gegen Hansa Rostock am Freitag geht den Löwen personell langsam die Luft aus! Vor allem vorne hat Wolf ein echtes Problem.

Denn von der – vor der Saison – so vielversprechenden Offensive um Göktan, Lauth, Bierofka, Gebhart, DiSalvo, Kucukovic, Schäffler oder Schroth sind nicht mehr viele übrig geblieben.

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Thurk-Transfer verpennt – dafür muss 1860 büßen

04.05.09

Uwe Wolf (41) hätte ein richtig guter Löwen-Trainer werden können: Ein authentischer Arbeiter, der zu 1860 passt. Doch dazu hätte er Siege gebraucht.

Wolfs Dilemma: Er hat – auch bedingt durch die vielen Ausfälle – keine Mannschaft, die in der Lage ist, in Liga 2 vorne mitzumischen. Es fehlt auf einigen Positionen die Qualität, es fehlen die Alternativen.

„El Lobo“ leidet aber auch an den katastrophalen Fehleinschätzungen der früheren sportlichen Leitung. Der Fall Michael Thurk (32) ist nur ein Beispiel, das die Misere deutlich macht.

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